11.08.2010 - Mögliche Aussetzung des Wehrdienstes und des Zivildienstes

Stellungnahme des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes zu den Konsequenzen einer möglichen Aussetzung des Wehrdienstes und des Zivildienstes für die soziale Arbeit sowie mögliche Alternativen zum Zivildienst

Ob die Wehpflicht weiterhin für notwendig erachtet wird, ist eine allgemeine verteidigungspolitische Frage, die von der Politik entschieden werden muss. Die Wehrpflicht kann nicht mit dem Zivildienst begründet werden. Mit der Wehrpflicht fällt der Zivildienst – aber, soviel ist mittlerweile auch sicher: der Zivildienst ist in mehrfacher Hinsicht zu einer gesellschaftlichen Größe geworden. Die positiven Aspekte für die Gesellschaft zu erhalten, sollte bei seiner Abschaffung unbedingt beachtet werden.
Eine – alternativlose - Aussetzung des Zivildienstes würde angesichts der heutigen Leistungen und des Engagements von rd. 90.000 jungen Männern im Zivildienst gravierende Lücken in die soziale Arbeit reißen und gesellschaftlich bedeutsame Lernerfahrungen dieser jungen Menschen verhindern.
Zur Abmilderung dieser Konsequenzen fordert der PARITÄTISCHE von der Bundesregierung noch vor dem Aussetzen der Wehrpflicht einen Plan für den weiteren Ausbau von Freiwilligendiensten und Engagement- und Erfahrungsräumen für junge Menschen als Zugewinn für die Gemeinschaft, als Chance zur Persönlichkeitsbildung und zum Erwerb sozialer Kompetenzen.
Die Einrichtungen der sozialen Arbeit wie die jungen Menschen erwarten verlässliche Alternativen.

Stellungnahme des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes
 


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