Scham und Schuld in der Suchtberatung konstruktiv begleiten
Schuld und Scham werden oft verwechselt. Letztere ist eine Emotion, die oft übersehen wird. Sie kann in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Unerkannte Schamgefühle können z.B. zu Depression, Rückzug oder Sucht führen – oder in Zynismus, Trotz oder Aggression umschlagen.
Daher ist es für alle, die in der Suchthilfe arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen und sie konstruktiv begleiten zu können. Denn sie ist zwar schmerzhaft, hat aber auch positive Aufgaben: Scham ist, nach Leon Wurmser, die Hüterin der Menschenwürde.
In der Fortbildung werden die grundlegenden Informationen über Scham vermittelt und von Schuld abgegrenzt. Daran anknüpfend wird die Bedeutung des Themas erarbeitet: für die eigene Person, für die Arbeit mit suchterkrankten Menschen (Scham-Begleitung) und für die Rahmenbedingungen dieser Arbeit.
Scham kann in jeder Begegnung, in jeder Arbeit mit Menschen auftreten. Daher ist es wichtig, sie in konstruktiver Weise begleiten zu können.
Inhalte:
Teil 1:
- Einführung: grundlegende Informationen über Scham und Würde
- Was passiert bei Scham (Neurobiologie)? Wie zeigt sie sich? (Scham-Abwehrmechanismen)
Teil 2:
- Wie wird Scham ausgelöst? Wie reguliert sie die Würde?
- Die Grundformen der Scham werden vorgestellt.
- Scham und Schuld werden differenziert.
Lernziele:
Die Teilnehmer*innen erkennen Schamgefühle und deren Erscheinungsformen („Masken“) und können diese in konstruktiver Weise begleiten.
Methodik:
Kurzreferate, Austausch in Kleingruppen, Plenumsgespräch
Zielgruppe:
Fachkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Suchthilfe
Voraussetzungen: keine
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