Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit schaffen - Breites Themenspektrum und Transfer in die Praxis bei der Fortbildung zur Sozialwirt*in (Hochschulzertifikat)

Fachinformation - geschrieben am Dienstag, 20. Oktober 2020 - 11:48

Im Interview erzählt Nina Wlassow, in der sozialtherapeutischen Jugendhilfe tätig und Teilnehmerin der Fortbildung zur Sozialwirtin in Kooperation mit der HS Esslingen, wie wichtig es ist „gute Rahmenbedingungen für die eigentliche pädagogische Arbeit“ zu schaffen und wie bedeutend und hilfreich der ständige Transfer der gelernten Theorie in die Praxis ist.

PAS: Sie haben einen Master in Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Sozialpädagogik. Was war Ihre Motivation die Fortbildung zur Sozialwirtin zu besuchen?

NW: Die Fortbildung zur Sozialwirtin ergänzt die pädagogische Qualifikation durch das Studium um Inhalte, die in der praktischen Arbeit in Querschnittsaufgaben relevant werden. Meine Motivation war, mich entsprechend für weitere Aufgaben zu qualifizieren, die quer zu den pädagogischen Handlungsfeldern liegen und eine soziale Organisation als Ganze und deren Management betreffen. In meiner Arbeit in der Jugendhilfe erlebe ich immer wieder, wie relevant entsprechende Kenntnisse sind, um gute Rahmenbedingungen für die eigentliche pädagogische Arbeit zu gestalten.

PAS: Was hat Sie besonders interessiert und inwiefern sind die Inhalte für Ihre berufliche Tätigkeit als Projektleiterin bei „Care Lever- Wege in die Selbständigkeit“, als Qualitätsbeauftragte und als Projektmanagerin in einer Jugendeinrichtung relevant?

NW: Insbesondere der Fortbildungsteil zur Arbeits- und Organisationspsychologie spielt für mich eine große Rolle als Qualitätsentwicklungsbeauftragte bei uns in der Einrichtung. Die besprochenen Inhalte dienen als gute Reflexionsfolie, vor deren Hintergrund unsere Führungs- und Unterstützungsprozesse in der Einrichtung immer wieder gut überprüft und nachgebessert werden können. In meiner Aufgabe als Projektmanagerin profitiere ich sehr von den BWL-Inhalten der Fortbildung, da die Projektarbeit in unserer Einrichtung ein nicht gerade kleiner Arbeitsbereich ist und insofern auch wirtschaftlich eine entsprechende Rolle für die Gesamtorganisation spielt. Bei der Kalkulation für Projektanträge und v. a. beim Controlling ergänzen die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse das pädagogische Wissen, das für die Durchführung von Projekten relevant ist, außerordentlich gut. Als Projektleiterin im Care Leaver-Projekt profitiere ich dabei gleich doppelt: es verbinden sich inhaltliche Ziele mit strukturellen (v. a. finanziellen) Rahmenbedingungen, die für jedes Projekt zwar anders sind, aber die Kompetenz, die beiden Ebenen zusammen im Blick zu behalten und bearbeiten zu können, ermöglicht meiner Ansicht nach eine effizientere Projektarbeit.

PAS: Welchen Tipp haben Sie für Leute, die sich für diese Fortbildung interessieren?

NW: Interessierte an der Fortbildung sollten offen sein für einen bunten Blumenstrauß vieler verschiedener Inhalte – BWL, Finanzierung sozialer Organisationen, Arbeits- und Sozialrecht, Arbeits- und Organisationspsychologie und Management-Training. Das Themenspektrum ist sehr breit und die einzelnen Bereiche werden intensiv bearbeitet.

Online Infoveranstaltung
Donnerstag, der 22.10.20, 17 - 18 Uhr – Anmeldung erforderlich, um Zugang zu erhalten bei
Judith Fenn: fenn@akademiesued.org, 0178 883 6234
Start der Fortbildung: 22.01.2021, Anmeldeschluss: 18.12.2020

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