Junge Menschen mit Maske

Und wer fragt uns?! -Worum es uns geht

Junge Menschen leiden psychisch stark unter der Corona-Pandemie. Wenig wurden ihre Ängsten, Sorgen, Wünschen und Bedarfe in dieser Zeit gehört. In politischen Entscheidungsprozessen wurden sie häufig nur als Schüler*innen wahrgenommen. Eine Beteiligung an politischen sowie gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen fehlte.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg möchte jungen Menschen eine Stimme geben und startet die Kampagne „Und wer fragt uns?! – Pandemiegeschichten junger Menschen“

Herzstück der Kampagne ist eine Ausschreibung. Diese richtet sich an junge Menschen zwischen 6 und 21 Jahren, die von Paritätischen Mitgliedsorganisationen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe betreut, begleitet oder gefördert werden. Auf verschiedene Art und Weise sollen sie ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Sorgen zum Ausdruck bringen können. Dies reicht von gemalten Bildern, geschriebenen Texten, Fotos, Liedern bis hin zu Videobeiträgen.

Mit der Kampagne möchten wir die Situation der jungen Menschen in  und nach der Pandemie verbessern und ihre Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen sicherstellen.

Was sagen junge Menschen? Welche Aussagen gibt es aus Politik, Fachwelt, Sport, Kultur und  Gesellschaft? Was geschieht aktuell? All dies finden Sie auf unserer Seite. 

Gefördert wird die Kampagne durch die GlücksSpirale.

Der Kreativwettbewerb

Hier erscheinen ab dem 28. Juni alle Details zum Kreativwettbewerb. Wie und wo und wer sich beteiligen kann. 

Dies sagt unser Sozialminister, Manne Lucha, zur Kampagne

„Und wer fragt uns?!“ ist wichtig,

weil in den letzten Monaten viel über junge Menschen geredet worden ist – wir müssen aber vor allem mit ihnen reden! Demokratie heißt zuhören und sich austauschen, respektvoll und achtsam miteinander umgehen, sich gegenseitig wertschätzen, Sorgen und Anliegen ernst nehmen und, ja, auch kultiviert streiten. Kinder und Jugendliche sind besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen, sie wurden in allen Lebensbereichen ausgebremst, nicht nur in der Schule, auch in ihrer Freizeitgestaltung. Junge Menschen wissen selbst, was sie brauchen – „und wer fragt uns?!“ gibt ihnen eine starke Stimme.

Die Perspektive junger Menschen in der Pandemie ist wichtig,

weil wir für die Bewältigung der Corona-Krise jede und jeden Einzelnen brauchen! Aus der Corona-Pandemie möglichst schnell rauszukommen und die Folgen erfolgreich zu bewältigen: Das kann uns nur gemeinsam gelingen, mit einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die jungen Menschen von heute werden morgen in diesem Land Verantwortung tragen und es ist wichtig, sie frühzeitig mitzunehmen, ihre Anliegen zu kennen, sie zu motivieren, ihren Elan und ihr Engagement zu stärken. Demokratie braucht uns alle – das hat uns gerade die Corona-Pandemie sehr deutlich vor Augen geführt.

„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Kind malt
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
trauriges Mädchen
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Kind mit einem Kopfhörer
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Jugendliche laufen über einen Sportplatz
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Mädchen ruft laut
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Teenager mit Handy auf dem Bett
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Junges Mädchen hört Musik
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Kinder im Garten
„Und wer fragt uns!“ ist wichtig, weil ...
Portrait Keven Schlotterbeck

Die Perspektive junger Menschen in der Pandemie ist wichtig, weil die Bedürfnisse der Kids einfach zu kurz kommen. Wenn Kinder über Monate keinen Sport treiben können, bleibt nicht nur die Gesundheit auf der Strecke. Es verkümmern auch Erfahrungen, wie gemeinsam siegen und gemeinsam verlieren geht. Sich gegenseitig helfen und aufeinander verlassen. Das Kicken auf dem Bolzplatz und im Verein haben mich geprägt. Ich habe große Sorge, dass da gerade für die Kids viel kaputt geht. 

Keven Schlotterbeck, Verteidiger SC Freiburg
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
Jugendliche lachen in die Kamera
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
nachdenkliche Jugendliche
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
Jugendlicher mit Maske vor einer Tafel
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
Kind schaut aus dem Fenster
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
zwei Mädchen Arm in Arm
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
Junge Frau schaut in den Sonnenaufgang
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
junges Mädchen im Gespräch mit einer Frau
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
junge Menschen diskutieren zusammen
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…
Kinder im Kino
Die Perspektive von jungen Menschen in der Pandemie zu berücksichtigen ist wichtig, weil…

Unser Blog zum Thema

Barbara Brüchert

Und wer fragt uns?!

Wir berichten hier, welche Entwicklungen und Fortschritte es bei der Beteiligung junger Menschen gibt, wo sie gehört werden und wie sich die Beteiligungsstrukturen verändern. Und wir halten über alle Schritte unserer Kampagne und des Kreativwettbewerbs auf dem Laufenden. Damit jeder, der auf diese Seite kommt, schnell findet, was es an Neuigkeiten gibt.

Befüllt wird der Blog vom Bereich Jugend und Bildung. Das sind Barbara Brüchert und Torsten Rothfuss.

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Letzter Eintrag vom 17.06.2021
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Das wissen wir schon

Verschiedene Befragungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen geben einen ersten Einblick, wie es Ihnen in der Corona-Pandemie erging. Doch was sagten die Befragten konkret? Was fühlen und denken sie? Welche konkreten Erkenntnisse gibt es? Die für uns wesentlichen Ergebnisse der Befragung JuCo I u. II, der Copsy-Studie, der Studie „Das Leben von jungen Menschen in der Corona-Pandemie“ der Bertelsmann Stiftung sowie der Corona Edition „Fragt uns 2.0“ haben wir zusammenstellt. Die Befragung der Jugendämter in Zeiten von Corona und für die Zeit danach!, ism haben wir gleichfalls berücksichtigt.

  • Junge Menschen fühlen sich in der öffentlichen Wahrnehmung auf die Rolle als Schüler*innen und Regelbrecher reduziert, obgleich die Realität anders aussieht. (Fragt uns 2.0

  • 61% der Befragten jungen Menschen halten die vom Staat ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie  für völlig richtig, lediglich 12% sehen dies nicht so. (Fragt uns 2.0)  

  • 72% haben Sorge andere in ihrer Nähe anstecken zu können, weitere 14% beantworten dies mit „teils teils“ (Fragt uns 2.0

  • Nahezu 68% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben Zukunftsängste, wobei 45,6% dieser Aussage „voll“ oder „eher“ zustimmen. 23,1 % haben die Ängste teilweise. (JuCo-Befragung

  • Ein Drittel der Befragten gab an größere finanzielle Sorgen zu haben. (JuCo-Befragung

  • Mit ihrer Situation fühlen sich 46% unzufrieden. (JuCo-Befragung

  • Einsam fühlen sich 60% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. (JuCo-Befragung

  • 85% der befragten Kinder und Jugendlichen fühlen sich inzwischen durch die Corona-Krise belastet. (Copsy-Studie

  • Mädchen und junge Frauen und nicht-binäre Personen fühlen sich im Vergleich zu Jungen bzw. jungen Männern häufiger psychisch belastet. Sie haben in Pandemiezeiten andere Bedarfe. Die Einschnitte durch Kontaktbeschränkungen und die Schließung geschützter Räume ist für sie gravierend.(Bertelsmann-Stiftung

  • Fast jedes drittes Kind zeigt ein knappes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland psychische Auffälligkeiten. ( Copsy-Studie

  • Die Lebensqualität hat sich in der Pandemie verschlechtert. Betroffen sind besonders  junge Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen und mit Migrationshintergrund. (Copsy-Studie

  • Junge Menschen mit familiären oder eigenen finanziellen Sorgen sind stärker von psychischen Belastungen und Zukunftsängsten betroffen. (Bertelsmann Stiftung

  • Die Corona-Pandemie hat den Alltag von jungen Menschen stark verändert: Homeschooling, wenige Treffen mit Freunden*innen und eingeschränkte Sport- und Bewegungsmöglichkeiten prägen den Lebensalltag in Corona Zeiten.(Copsy-Studie

  • In der Freizeitgestaltung haben junge Menschen massive Einschnitte erfahren. offene, selbstgestaltete oder organsierte Freizeitaktivitäten bzw. -angebote sowie außerschulische Bildungsangebote sind weggebrochen. Für 81% der Befragten  hat sich angesichts der Einschränkungen die Freizeitgestaltung (deutlich) verändert. (JuCo-Befragung II

  • in den Bereichen schulische Teilhabe, Übergänge in Ausbildung, Kontakt zu Gleichaltrigen, Freizeitverhalten und Engagement in Vereinen sowie ehrenamtliche Aktivitäten sehen über 80% der befragten Jugendämter in Deutschland eine starke Verschlechterung. (Befragung der Jugendämter in Zeiten von Corona und für die Zeit danach!, ism

  • Während vor der Pandemie noch 68,1% der Befragten jungen Menschen noch an organsierten Freizeitaktivitäten (u.a. Sport- u. Musikvereine, offene Jugendarbeit) teilgenommen haben, waren es im November 2020 nur noch 26,6%. (Bertelsmann Stiftung

  • 56% der befragen jungen Menschen, denen offene Räume  zum Begegnen mit Gleichaltrigen oder „Orte zum Abhängen“ fehlen, fühlen sich einsam.  

  • Junge Menschen sehen ihre Möglichkeiten der Beteiligung während der Pandemie als sehr niedrig an.  (Bertelsmann Stiftung

  • Knapp 60% der Befragten haben den Eindruck, dass Politiker*innen die Situation junger Menschen nicht wichtig sei. Fast 65% haben eher nicht oder gar nicht den Eindruck, dass die Sorgen junger Menschen in der Politik Gehör finden (JuCo-Befragung II

Weiterführende Informationen

Zum gleichen Thema sind in den vergangenen Monaten einige Beiträge erschienen, die die oben genannten Studienergebnisse bestätigen und anhand von Reportagen und Interviews belegen. Viele weitere Gründe also, endlich laut zu werden für Kinder und Jugendlichen!

 

Weiterführende Informationen
Bild links ausrichten
Kinder sitzen am Straßenrand

Zum gleichen Thema sind in den vergangenen Monaten einige Beiträge erschienen, die die oben genannten Studienergebnisse bestätigen und anhand von Reportagen und Interviews belegen. Viele weitere Gründe also, endlich laut zu werden für Kinder und Jugendlichen!

 

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