Die Verschmelzung der beiden Jugendhilfepartner im Bodenseeraum bündelt vorhandene Kräfte, verbindet dabei Bewährtes mit neuen Möglichkeiten und schafft eine starke Grundlage für die Zukunft der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in der Region.
Der Trägerverein „man müsste lebensräume hinterlassen können e. V.“ war vor 24 Jahren gegründet worden und hatte in den vergangenen Jahrzehnten die Furtmühle zu einem Zentrum für naturnahe Erlebnis- und Tierpädagogik, stationäre Jugendhilfe und betreutes Jugendwohnen im Landkreis Sigmaringen ausgebaut. Die Linzgau Kinder- und Jugendhilfe ist eine ungleich größere Organisation mit Standorten in den Landkreisen Bodenseekreis, Konstanz und Lindau. Evamaria Höffer, Vorstandsvorsitzende des bisherigen Trägervereins, nennt den Schritt zur Verschmelzung „eine richtige und wichtige Entscheidung, um den Veränderungen im Bereich Jugendhilfe gewachsen zu sein. Als Teil eines größeren und etablierten Trägers erhält das Familienzentrum zusätzliche Stabilität, neue Entwicklungsmöglichkeiten und Rückenwind für die Weiterführung unserer erfolgreichen Arbeit.“
„Für uns bedeutet die Verbindung mit dem Familienzentrum Furtmühle eine Erweiterung unseres Angebotsspektrums. Die Furtmühle übernimmt dabei die wichtige Brückenfunktion eines freien Jugendhilfeträgers zwischen dem Landkreis Sigmaringen und dem Bodenseekreis und stärkt die regionale Vernetzung der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe über Landkreisgrenzen hinweg unter dem Dach des Paritätischen“, ergänzt Roland Berner, Vorstand des Linzgau Kinder- und Jugendhilfe.
Der Zusammenschluss wurde am 16. September gebührend gefeiert. Im Rahmen des Festes überschritten die „neuen“ Verantwortlichen Roland Berner und Ludwig Stützle vom Linzgau KJH e. V. den Furtbach, der die Grenze der Landkreise Sigmaringen und Bodenseekreis markiert. Sie wurden auf der anderen Seite mit offenen Armen empfangen. Die Symbolik spiegelte laut Aussagen der Beteiligten auch die Atmosphäre der vorausgegangenen Verhandlungen und des Zusammenschlusses wider: auf Augenhöhe, freundlich und sehr vertrauensvoll.
Was die Partner über die Fachlichkeit hinaus eint, ist das Engagement im Paritätischen. Beide Organisationen wirken aktiv in der Verbandsarbeit vor Ort und auf Landesebene mit. Insofern war der Zusammenschluss naheliegend, wenn auch nicht alternativlos.