Die Lebensrealitäten und Herausforderungen im Alltag von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind vielen fremd. An Infoständen in der Rosgartenstraße und auf der Marktstätte lud ein Aktionsbündnis rund um die Paritätischen Sozialdienste Konstanz gGmbH am 5.5.2026 nachmittags ein, mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Ziel der Aktion anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen war es, Verständnis zu schaffen, Berührungsängste abzubauen, Begegnung zu ermöglichen und auf Einschränkungen in der Teilhabe hinzuweisen.
Passanten nutzten die Gelegenheit Fragen zu stellen und sich zu informieren, konnten aber auch konkret nachvollziehen, wie Betroffene in einer akuten Krankheitsphase ihre Umwelt erleben oder welche Schwierigkeiten die deutsche Sprache für viele Menschen mit sich bringt, wenn nicht „Leichte Sprache“ verwendet wird. Das Interesse an den beiden Ständen war groß, sodass die Beteiligten sehr zufrieden sind, einen Beitrag zur Ent-Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen geleistet zu haben. „Teilhabe beginnt dort, wo Menschen sich begegnen. 97 % der Behinderungen werden im Laufe des Lebens erworben. Schon diese Info war für viele sehr plakativ“, findet Jana Breuer, Initiatorin der Aktion und Mitarbeiterin bei den Paritätischen Sozialdiensten Konstanz, einer Einrichtung, die Menschen mit psychischen Erkrankungen Wohnraum und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
Beteiligt waren Betroffene und Mitarbeitende folgender Organisationen:
Paritätische Sozialdienste Konstanz gGmbH
Hilfsverein für seelische Gesundheit e. V.